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MDX 1.2 - Spezifikation (pdf) - Deutsch

MDX 1.2 - Specification (pdf) - English

 

MDX - Manufacturing Data Exchange

    büll informatik gesmbh hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fertigungstechnik der TU Wien und Maschinenherstellern die Spezifikation MDX entwickelt, die den Datenaustausch zwischen verteilten Anwendungen im Fertigungsbereich unterstützt.

    Ein typisches Beispiel für den Einsatz von MDX ist die Kommunikation zwischen dem Steuerungsrechner einer Flexiblen Fertigungszelle und den Modulen eines Fertigungsleitsystems. So werden mittels MDX z.B. die für die Fertigungszelle freigegebenen Aufträge von der zentralen Auftragsverwaltung übernommen und alle Statusänderungen zurückgemeldet. Vom Tool Management System werden unter anderem die Geometriedaten der bereitgestellten Werkzeuge übertragen und nach dem Einsatz die Reststandzeiten und Zustände der Werkzeuge an das Tool Management System übergeben. Im Rahmen der Maschinendatenerfassung können Betriebszustände und Störungsmeldungen mittels MDX an eine zentrale Anlagenüberwachung weitergeleitet werden.

    Die Spezifikation von MDX deckt alle derzeit bekannten Kommunikationsanforderungen im Werkstattbereich ab und ist darüber hinaus so offen gestaltet, dass zukünftige Anforderungen integriert werden können, ohne bereits bestehende Kommunikationsverbindungen zu beeinflussen.

    Die Spezifikation MDX ist in drei Bereiche unterteilt:

    Für die Anwendungsebene werden Kommunikationsfunktionen beschrieben, die den bidirektionalen Datenaustausch zwischen verteilten Applikationen ermöglichen. Diese Kommunikationsfunktionen werden in die bestehenden Anwendungen eingebunden und erlauben den Austausch aller im Werkstattbereich relevanten Datenobjekte (Aufträge/Arbeitsgänge, Maschinen, Werkzeuge) mit benachbarten Systemen.

    Die Kommunikation zwischen den verteilten Anwendungen auf Netzwerkebene wird über ein Kommunikationsprotokoll abgewickelt, das auf der standardisierten Technologie TCP/IP-Sockets basiert und Elemente des Protokolls HTTP verwendet.

    Die auszutauschenden Nutzdaten werden hinsichtlich Dateninhalten und Datenformat definiert. Die Definition des Datenformates basiert auf der standardisierten Technologie XML (Die Spezifikation wird demnächst hier veröffentlicht).

    Allgemeine Vorteile von MDX

    • Es liegt eine Spezifikation vor, die klare Richtlinien für die Integration von Systemen verschiedener Hersteller/Anbieter festlegt.
    • Diese Spezifikation bildet die heutigen Kommunikationsanforderungen ab. Zukünftige Anforderungen führen zu einer Erweiterung der Spezifikation, ohne dass bestehende Systeme betroffen werden, d.h. geändert werden müssen.
    • Die Verwendung von allgemein anerkannten Standards (TCP/IP und XML) trägt dazu bei, proprietäre Schnittstellendefinitionen in Zukunft zu vermeiden.
    • Die Technologien TCP/IP und XML bilden den „kleinsten gemeinsamen Nenner“ auf allen (gängigen) Systemen, wodurch die Koppelung verschiedener Systeme enorm erleichtert wird.
    • TCP/IP ist auf allen Hardware- bzw. Betriebssystemplattformen (z.B. Windows NT, Windows 2000, OS/2, VMS, alle Unix-Derivate, Apple Macintosh ...) verfügbar.
    • XML ist prinzipiell Plattform unabhängig definiert und dadurch auf allen Plattformen verwendbar.
    • Wenn maschinen- bzw. herstellerspezifische Umsetzungen in proprietäre Kommunikation bzw. Datenformate notwendig sind, finden diese „logisch getrennt“ vom Gesamtsystem statt.

    Zielsetzung bei der Spezifikation und Implementierung von MDX

    EDV-Anwendungen im Bereich der Fertigungssteuerung können nur dann effizient eingesetzt werden, wenn die erforderlichen Schnittstellen zu benachbarten, auf mehrere Rechner verteilten Systemen einfach und kostengünstig zu realisieren sind. Dies gilt insbesondere für unsere Produkte tool manager und bde, die je nach Einsatzfall Daten mit PPS-Systemen, Leitständen sowie Maschinen- und Anlagensteuerungen austauschen müssen. büll informatik gmbh unterstützt die Kommunikation mit Fremdsystemen durch Offenlegung der Datenspezifikation und die Bereitstellung von Active-X Komponenten, die einen einfachen Zugang zu den oben beschriebenen Kommunikationsfunktionen erlauben.

    Vorteile für den Maschinenhersteller / SW-Anbieter

    • Die klare Spezifikation der Kommunikationsfunktionen führt zu einem überschaubaren Entwicklungsaufwand.
    • Die Verwendung von standardisierten Technologien ermöglicht die Verwendung bzw. Wiederverwendung von Softwarebibliotheken. Damit kann der Entwicklungsaufwand reduziert werden.
    • Durch die Verfügbarkeit von Test-Werkzeugen (Emulatoren) können die Schnittstellen unabhängig vom Echtsystem getestet und validiert werden. Dies führt mit Sicherheit zu einer problemloseren und damit rascheren Inbetriebnahme (z.B. einer Werkzeugmaschine).
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